Meditiere überall – Ablenkungen annehmen, Flow kräftigen

„Inneren & äußeren Ablenkungen können uns als Sprungbrett für ein heilsames Annehmen dienen. Flow stellt sich ein, wenn wir all die Dinge einfach betrachten, annehmen und weiterfließen lassen, anstatt sie in unseren Rucksack zu stopfen.“

So geht’s …

 

1.) Innere ‚Ablenkungen‘ integrieren

Es gibt Tage, an denen es uns leicht fällt im Augenblick zu verweilen, andere, an denen wir uns schläfrig und energielos fühlen und wieder andere, an denen unsere Geist einer wild gewordenen Affenherde gleicht.

‚Monkeys‘ die  alle auf Hochtouren arbeiten und in Gedanken kreuz und queer hin – und herflitzen.

Doch wir haben wir einige Werkzeuge in unserem Rucksack, um mit dieser Situation in Sanftheit umzugehen:


Atmen: 

Wir können uns auf unseren Atem konzentrieren.

Ihn als Anker der Präsenz verwenden, um unsere meditativen Muskeln zu trainieren. Denn wir können uns gewiss sein, dass wir ein und ausatmen werden solange wir leben.

Der Atem kann ein hilfreiches Werkzeug sein. Ein Werkzeug, das wir immer bei uns haben und von ganz alleine funktioniert. Versuche in der Meditation immer wieder zu spüren, wie es sich anfühlt, von ganz alleine BEATMET zu werden.

Spüren: 

Ein weiteres Werkzeug ist das Zulassen unserer Gefühle.

Indem wir unsere Gefühle zulassen und ihnen die Hand reichen, kann das Leben gar nicht anders als weiterzufließen. Wir verursachen somit keinen ‚Stau‘ der Gefühle in uns und können unsere abenteuerliche Gefühlswelt auch in anderen Bereichen des Lebens leichter annehmen.

Denn es ist meiner Meinung nach völlig okay, all die Bewegungen des Lebens bewusster und bewuster wahrzunehmen – sei es Freude, Dankbarkeit, Einsamkeit oder Liebe. Die Fülle des Lebens eben. Ohne ‚bestimmte‘ Gefühle ausschließen zu wollen.

‚Wochen der Unterdrückung‘ eines Gefühls können sich in ‚Minuten des Annehmens und Weiterfließen‘ verwandeln. 

#highfive auf unser Annehmen

 

2.) Äußere ‚Ablenkungen‘ einfließen lassen

Da wir nicht in einer Käseglocke leben, gibt es immer Dinge, die dich bei der Meditation stören könnten. Sei es dein Nachbar, der genau zum gleichen Zeitpunkt deiner Meditation beginnt, den Rasen zu mähen. Seien es die Geräusche und all die Menschen in der U-bahn oder einfach das Geräusch fahrender Autos in der Ferne.

Damit du dich nicht mehr stören lässt, hier einige Tipps und Ideen, diese Ablenkungen in deine Meditation zu integrieren.


„All die Geräusche und Ablenkungen können uns als Sprungbrett für ein heilsames Annehmen dienen. Flow entsteht dann, wenn wir all die Dinge einfach betrachten, annehmen und weiter fließen lassen, anstatt sie in unseren Rucksack zu stopfen.“

Das zu können ist mega geil.

So lange wir ein Geräusch nicht haben wollen und es als Störung betitteln, reagiert unsere Organismus mit Stresshormonen, da wir mit unsere ‚Einstellung‘ ein immaginäres Feindbild schaffen. Ein Rettungsprogramm wird gestartet, und wir sind im Bereitschaftsmodus, auf die störende Situation reagieren zu können.

Nervosität, Ärger und Ablenkung sind meist das Resultat.

Der Trick dabei:

Ablenkung mit einem high five annehmen.

Reiche ihr deine Hand. Begrüße sie wie einen alt bekannten Freund. Schon bald werden die Geräusche zum neutralen Objekt. Geräusche und Ablenkungen treten in den Hintergrund.

Denn wenn die Ablenkung keine Ablenkung mehr ist, dann kann sie weiterfließen, wie ein Blatt im Flusslauf. Unser Körper braucht kein Notprogrammm mehr zu starten, da es nichts gibt, woran wir uns festhalten müssten.

Integrieren statt reagieren. Jede Meditation verläuft etwas anders.

3.) Ablenkungen im Einklang mit unserer Meditation

Wenn wir natürlich Handeln, dann handeln wir im Einklang mit unserem Herzen. Im Einklang mit unserem intuitiven Impuls. Das Wissen unserer Seele kann in unserem Tempo und in all seinem Frieden erfahren werden.

Das natürliche Handeln muss nicht immer normal sein, doch es führt uns mit Sanftheit zur Entfaltung unseres wahren Ichs.

Die Seele strebt ganz natürlich, die perfekten Umstände an, um angstbasierte Glaubenssätze anzunehmen und über Bord zu schmeißen. Das Ego nicht. Klar, welches Ego würde schon gerne in den Abgrund der Ungewissheit springen, so kraftvoll der Flug des Lebens auch sein mag?

Meditation kann uns unterstützen in einen heilsamen Raum auf Herzensebene einzutreten. Als kräftiges und vertrautes Gadget für unsere Leben. Als Werkzeug, um auch außerhalb der bewussten Meditation achtsam zu sein.

Viele Probleme lösen sich meist leichter, wenn uns in der Stille der Meditation bewusst wird, was wir wirklich wollen und brauchen.

Es lohnt sich zu meditieren.

Sinngemäßer Ausschnitt aus einem Artikel des Scientific American zeigt, wie Ablenkungen kreatives Denken unterstützen können:

„Schwierige Probleme bedürfen manchmal des um die Ecke Denkens. ‚Ablenkungen‘ können hier tatsächlich von Vorteil sein. Außerhalb unserer auf Hochtouren arbeitenden Gehirnleistung sind wir weniger fokussiert und können so eine größere Menge an Information in Betracht ziehen. Dieser größere Blickwinkel gibt uns Zugang zu mehr Alternativen. Weckt Kreativität. Und fördert so Innovation und Einblick.“

Deshalb die Ideenblitze unter der Dusche oder aufm Klo nach einem langen Arbeitstag. 🙂

Um zu meditieren brauchen wir keinen Tempel, keinen besonderen Look, keinen vorgeschrieben Ort auf der Erde oder sonstigen Krimskrams.

  • uns selbst
  • den Augenblick
  • unseren Aufenthaltsort

Dennoch ist es gerade zu Beginn hilfreich, in ruhiger Umgebung zu meditieren und nicht unter Zeitdruck zu stehen. Wälder, Seen, Flüsse oder deine Unterkunft eigenen sich hierfür hervorragend.

That’s all. That’s so simple. Das rockt.

 

meditation-road-maximilian

1 Kommentare

  1. Hi Maximilian,
    das ist wirklich mal ein gelungener Artikel zum Thema Meditation. Du hast deine Tipps wirklich gut erklärt!
    Auch ich meditiere oft und auch ab und an draußen. In der Natur bringt es eben am meisten Spaß. Blöd nur, wenn man in der Stadt wohnt.

    Ich freue mich mehr von dir zu lesen!
    Liebste Grüße, Anni

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